Reitmeister

Es gibt viele Reitmeister von früher, die unglaublichen Pferdeverstand besaßen und Reitlehren entwickelt haben, nach denen heute noch gelehrt wird. Sie wussten eine Menge über Pferde und das Reiten und haben es in Büchern und Filmen an nachfolgende Generationen weitergegeben. Hier sind ein paar der berühmtesten Reitmeister aufgeführt:

Xenophon

426-354 v.Chr., griechischer General und Verfasser der ersten Reitlehre „Peri Hippikes – Über die Reitkunst“.

Frederico Grisone

16. Jh., Gründer der neapolitanischen Reitakademie. Gilt als Verfechter brachialer Ausbildungsmethoden.

Giovanni Pignatelli

16. Jh., Grisone-Schüler, entwickelte aufwendige und extrem scharfe Kandarengebisse, aber auch Sättel.

Salomon de la Broue

1530-1610, Pignatelli-Schüler, lehnte aber brutale Methoden ab. Autor der ersten französischen Reitlehre.

Antoine de Pluvinel

1555-1620, unterrichtete den französischen König Louis XIII., gilt als Vater der französischen Reiterei.

Georg Engelhard von Löhneysen

1552-1622, verfasste „Die neu eröffnete Hof-, Kriegs- und Reitschule“, eine der ersten deutschen Reitlehren.

William, Duke of Newcastle

1592-1676, soll den Schlaufzügel entwickelt haben. Lehnte Gewalt ab und beschäftigte sich mit dem Wesen des Pferdes.

François Robichon de la Guérinière

1688-1751, begründete den modernen Sitz, beschrieb erstmals Pesade, Piaffe und Passage.

Marquis von Marialva

18. Jh., gilt als der Guérinière Spaniens. Lehnte Härte ab. Sein Ziel: die Leichtigkeit der Bewegung.

Ludwig von Hünersdorf

1748-1813, schrieb die „Anleitung zu der natürlichsten und besten Art, Pferde abzurichten“.

Antoine d’Aure

1799-1863, französischer Kavallerie-Ausbilder. Förderte das Vorwärtsreiten un den starken Trab.

François Baucher

1796-1873, Schlachtersohn, Reitschulbetreiber, Zirkusreiter. Entwickelte den Einerwechsel im Galopp.

Louis Seeger

1798-1865, verfasste das Buch „System der Reitkunst“, soll zudem auch das Hannoversche Reithalfter erfunden haben.

Gustav Steinbrecht

1808-1885, Autor von „Gymnasium des Pferdes“, legte Wert auf Vorwärtsreiten, Geraderichten und die Hinterhand.

Alexis L’Hotte

1825-1904, verfasste die „Questions Équestres“, machte Leichtraben populär, vor allem von Baucher und d’Aure inspiriert.

James Fillis

1834-1913, trat im Zirkus auf, brachte Pferden den Rückwärtsgalopp auf drei Beinen bei. Zwölf Jahre lang Leiter der Reitschule in St. Petersburg.

Oskar Maria Stensbeck

1858-1939, betonte den Wert der vielseitigen Ausbildung. Der Königsberger Universitätsreitlehrer gilt als der Vater der Berufsreiterei.

Otto Lörke

1880-1942, Ausbilder zahlreicher Olympioniken. Seit 1984 vergibt die FN den Otto-Lörke-Preis an Reiter, Trainer und Besitzer von jungen Dressurpferden.

Richard Wätjen

1891-1966, schrieb „Das Dressurreiten“. Vereinte Grundlagen der militärischen Heeresdienstverordnung (HDV) 12 und der Wiener Hofreitschule.

Wilhelm Müseler

1887-1952, Autor der „Reitlehre“ (schon 49 Auflagen), legte größten Wert auf Harmonie zwischen Reiter und Pferd.

Alois Podhajsky

1898-1973, Leiter der Spanischen Hofreitschule, erritt bei den Olympischen Spielen 1936 eine Bronzemedaille.

Egon von Neindorff

1923-2004, Gründer und Leiter eines Reitinstituts, in dem nach den Regeln der klassischen Reitlehre unterrichtet wird.

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